Mayonnaise selber machen

Haben Sie schon mal daran gedacht Mayonnaise selber zu machen? Wenn man sich die Inhaltsstoffe der gekauften Mayonnaise anschaut, liegt dieser Gedanke vielleicht gar nicht mehr so fern. Im Übrigen ist sie so allemal gesünder, als aus dem Supermarkt.

Wie Sie Mayonnaise selbst herstellen können, erfahren Sie nun hier.

Eine kurze Geschichte der Mayo

Heute wird wohl kaum ein Salat noch ohne die feine Eiercreme Mayonaise zubereitet. Der Name ist zurückzuführen auf das französische Wort mayonnaise, welches wiederum von Mahón abgeleitet wurde. Dabei handelt es sich um eine Inselhauptstadt, die im 18. Jahrhundert von den Franzosen erobert wurde, im Kampf gegen die Engländer.

Zwar ist die Geschichte der Mayonaise nicht ganz eindeutig einzugrenzen, doch geht man davon aus, dass die Salsa de Mahonesa von dieser Insel stammt. Im Jahre 1756, genauer am 28. Juli diesen Jahres, konnten die Franzosen ihren Siegeszug über die Engländer feiern. Der Herzog Richelieu war damals der Herr über die Franzosen und die Eroberung der Inselhauptstadt Mahón musste gebührend gefeiert werden. Es gibt nun verschiedene Legenden, die sich um die erste Mayonaise ranken.

Zum Einen wird behauptet, dass die Sauce als besondere Kreation anlässlich der Siegesfeiern von einem ortsansässigen Koch kreiert wurde. Eine andere Legende geht mehr auf den Herzog Richelieu selbst ein. Er soll des Nachts in einem örtlichen Wirtshaus eingekehrt sein, wo er das Fleisch nur noch mit einer improvisierten Sauce bekam. Allerdings war der Herzog wohl so begeistert vom Geschmack, dass er sich beim Wirt gleich nach der Zubereitung selbiger erkundigte. Er hat laut dieser Sage das Rezept erhalten und ließ es von seinen Köchen herstellen, die Sauce bekam vom Herzog Richelieu den Namen Mahonnesa.

Eine weitere Legende beschreibt ebenfalls Herzog Richelieu, der nicht nur den Speisen sehr zugetan war, sondern genauso den Damen. Bei den Besuchen seiner Geliebten soll die Soße dann kredenzt worden sein.

Welche dieser Legenden nun tatsächlich stimmt, kann nicht eindeutig nachgewiesen werden. Sicher ist allerdings, dass die heute bekannte Mayonaise auf die Eroberung Mahonesas durch Frankreich zurückzuführen ist und der Herzog Richelieu eine wichtige Rolle bei der Entwicklung dieser cremigen Sauce hatte. Auch ist klar, dass die feine französische Küche die Mayonaise fortan nutzte und die Verbreitung um die ganze Welt so voran getrieben wurde.

Da die Mayonnaise aus Eiern besteht, muss sie, sofern sie frisch zubereitet wurde, natürlich auch schnellstmöglich gegessen werden. Die im Handel erhältliche Mayonnaise ist zwar so behandelt, dass sie länger haltbar ist, doch wer sich an einer Mayonnaise einmal selbst versucht, der sollte diese noch am gleichen Tag verzehren, um keine Gefahr zu laufen, dass sich Salmonellen bilden.

Vorbereitung

Alle Zutaten sollten bei der Zubereitung Zimmertemperatur haben, weshalb Sie sie rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen müssen.

Zutaten:

  • 150 bis 200 ml Pflanzenöl
  • ½ TL Essig
  • 1 Eigelb
  • Senf
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 TL Zitronensaft

Zubereitung:

Sie nehmen sich ein kleines Schüsselchen und geben das Eigelb und den Essig hinein. Beide Zutaten werden gut miteinander verrührt, so dass das Eigelb ein wenig heller wird

Nun geben Sie unter ständigem Rühren das Öl tröpfchenweise hinzu. Das Öl muss solange verrührt werden, bis es nicht mehr zu sehen ist. Erst dann kann der nächste Tropfen Öl hinzu gegeben werden.

Schließlich bekommen Sie eine helle und dicke Masse.

Die fast fertige Mayonnaise braucht nur noch mit Salz, Pfeffer, Senf und Zitronensaft nach Belieben gewürzt werden.
Alles noch mal gut verrühren und fertig ist die selbst gemachte Mayonnaise.

Bitte wundern Sie sich nicht, dass die Mayonnaise etwas anders schmeckt und ausschaut, als gekaufte Mayonnaise. Zum einen ist sie nicht gesüßt, was Sie aber ohne Weiteres nachholen können. Zum anderen hat sie eine gelblichere Farbe, was an der Verwendung von Eigelb liegt.

Die Mayonnaise können Sie nun ganz verschieden verwenden. Zum Beispiel als Brotaufstrich, zu Pommes, zum Kartoffel- oder Nudelsalat.

Varianten

Senfmayonnaise:

Aus der klassischen Mayonnaise kann schnell Senfmayonnaise gezaubert werden, die sich vor allem zu Gegrilltem hervorragend eignet. Dabei geben Sie nur Senf hinzu, und zwar in der gleichen Menge wie Mayonnaise.

Aiolimayonnaise:

Selbiges gilt für die Aiolimayonnaise. Anstelle des Zitronensaftes geben Sie Knoblauch dazu. Sie passt nicht nur gut zu Gegrilltem, sondern auch zu Meeresfrüchten.

Kräutermayonnaise:

Sie wird auch gerne als Remoulade bezeichnet, dabei handelt es sich einfach nur um Mayonnaise mit Kräutern. Als Kräuter eignen sich hierfür Schnittlauch, Petersilie und Dill, die fein gehackt und unter die Masse verrührt werden.
Die Kräutermayonnaise passt zu Fisch, Fleisch, Meeresfrüchten und gebackenem Käse.

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