Rumtopf

Der Rumtopf blickt auf eine sehr lange Geschichte zurück und ist bei vielen Familien eine gerne beibehaltene Tradition, die man in jedem Jahr aufs Neue pflegen kann. Dabei ist es das klassische Rezept so, dass man den Rumtopf im Sommer anzusetzen beginnt und er dann im Winter fertig wird, wobei er meistens um Weihnachten herum genossen wird. Traditionell ist es der Vater einer Familie, der den Topf an Weihnachten aufmachen darf und die erste Portion genießen darf, aber natürlich kann man hiervor durchaus auch abweichen.

Durch modernen Export ist es heute auch durchaus möglich den Rumtopf zu anderen Zeiten des Jahres anzusetzen und zu öffnen, je nach dem, wie man es am liebsten mag, jedoch ist es eben klassisch Sommers zu beginnen und im Winter die Früchte und den Rumtopf zu geniessen, so macht es den meisten Menschen auch am meisten Spaß ihren Rumtopf nach und nach reifen zu lassen, bis er dann perfekt ist und genau so schmeckt, wie man das gerne haben möchte. Das folgende Rezept ist nur eines von vielen, Sie können natürlich die Früchte variieren wie Sie es mögen.

Der Ablauf für das richtige Ansetzen des Rumtopfes:
Um einen Rumtopf ansetzen zu können braucht man zunächst einmal das entsprechende Gefäß. Klassisch ist hier ein Steingut Topf, den man in jedem Haushaltswarengeschäft bekommen kann, man kann aber auch einfach ein großes Glas mit passendem Deckel der dicht schließt nehmen, das ist ohne Probleme möglich. Beginnen kann man mit dem Ansetzen importierter Früchte natürlich zu jeder Zeit des Jahres. Klassisch beginnt man aber im Juni oder Juli mit den Erdbeeren und Kirschen, die zuerst reif werden. Die Mengen sind dabei natürlich auch von der gewünschten Endmenge und dem Topf abhängig, man kann aber bei einem großen Rumtopf von folgenden Zutaten ausgehen:

500 g Erdbeeren
100 g Kirschen
300 g Zucker
1 Liter hochprozentiger Rum (mindestens 54%)

Die Früchte werden hier lediglich vom Stil und den Kernen befreit, ansonsten bleiben sie aber in einem Stück und werden so in den Topf gegeben. Dann streut man den Zucker auf die Früchte und lässt das Ganze für etwas eine Stunde einziehen. Danach kann man den Rum übergießen, wobei man darauf achten sollte, das die Früchte komplett bedeckt sind. Den Topf verschließt man dann und lagert ihn kühl und dunkel, bis es mit dem Ansetzen weiter gehen kann.

Weiter geht es klassisch im August, grundsätzlich aber das ganze Jahr über. Nun kann man Pfirsiche und Aprikosen, Pflaumen und Mirabellen in den Topf geben, wobei man all diese Früchte zunächst halbieren und den Kern entfernen muss. Bei Pfirsichen wird außerdem auch die Haut entfernt. Danach kann man die Früchte wieder mit einem halben Anteil Zucker in den Topf geben, den Zucker wiederum einwirken lassen und dann mit einem weiteren Liter Rum übergießen, bis die Früchte ganz bedeckt sind. Auch nach dieser Füllung den Deckel verschließen und den Topf ruhen lassen.

Im September werden dem Topf nach Belieben auch noch Himbeeren zugefügt, die man wieder am Stück belassen kann und ebenfalls wieder mit einem halben Teil Zucker und Rum in den Topf kommen. Im Oktober kann man noch Birnen mit in den Topf geben, die man halbieren, häuten und entkernen muss, ehe sie mit in den Rumtopf können. Auch hier wird der normale Vorgang mit Zucker und Rum wiederholt.

Wer möchte kann den Rumtopf im Oktober nach Wunsch auch noch mit Zimt oder Sternanis anreichern und auch Ananas schmeckt in dieser Kombination sehr gut. Nachdem man die letzten Früchte mit in den Topf gegeben hat sollte man das Ganze mindestens noch 4 Wochen ruhen lassen, bis der Rumtopf komplett gereift ist, dann kann man ihn öffnen und die Früchte als Kompott zu verschiedenen Speisen genießen und den Rumtopf trinken. Sehr gut schmeckt er zum Beispiel zu Eis oder Pudding, aber auch zu anderen Süßspeisen wird Rumtopf gerne gegessen. Was man dabei natürlich immer bedenken muss ist, dass die Früchte mit Alkohol vollgesogen sind, sie haben also einiges an diesem Stoff in sich und man sollte die Früchte vorsichtig geniessen da man durch den Zucker den Alkoholgehalt nicht so schmeckt.

Stefan

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