Weihnachtsgewürze

Weihnachten wäre nicht Weihnachten, würde das ganze Haus nicht mit dem leckeren Duft der typischen Gewürze durchflutet werden. Hier werden Kindheitserinnerungen wach und das nicht nur bei Eltern und Großeltern. Die heute verwendeten Weihnachtsgewürze sind bereits seit Hunderten von Jahren in der Adventszeit im Einsatz und oftmals werden sie über das ganze Jahr kaum beachtet. Erst um die Weihnachtszeit, wenn wieder vermehrt Gewürze eingesetzt werden, bemerken die meisten Menschen, wie viele unbekannte und seltene Gewürze doch verwendet werden. 

Der Piment

Der Piment wird vor allem in der Weihnachtsbäckerei eingesetzt. In gemahlener Form nutzt man den Nelkenpfeffer. Der Pfeffer wird meist für Lebkuchenrezepte benötigt und darf in keiner Weihnachtsbäckerei fehlen, wenngleich dieser Pfeffer einst eher etwas negativ anmutende Aufgaben übernahm. Er sollte unter anderem den Geschmack von ranziger Butter überspielen und den Duft schlechten Öls.

Der Zimt

Das bekannteste Weihnachtsgewürz ist wohl der Zimt. Es gibt ihn sowohl in Stangenform, als auch gemahlen. Für die Weihnachtsbäckerei wird der gemahlene Zimt verwendet, die Stangen hingegen sind beliebt für die Verzierung und als Geschmacksträger bei Getränken in der Weihnachtszeit. Weihnachten ohne Zimt ist für die meisten Menschen heute nicht mehr vorstellbar.

Der Ingwer

Ein besonders wichtiges Weihnachtsgewürz ist ebenfalls der Ingwer. Er wird häufig in gemahlener und getrockneter Form angeboten. Dabei stellt er eine stark würzende Grundlage für Früchtebrote und auch Tees dar. Ebenfalls kann der Ingwer als ganzes Stück in Sirup eingelegt werden. Kandierten Ingwer findet man zudem immer häufiger in den Supermärkten. 

Der Anis

Auch Anis gehört einfach zu Weihnachten dazu. Das Gewürz ist sowohl als Samenkorn erhältlich, als auch in gemahlener Form. Beim Backen wird meist gemahlener Anis verwendet, der im Übrigen genauso eine wichtige Heilpflanze darstellt. Das Gewürz besitzt ein starkes süßes und leicht herbes Aroma, weshalb Sie Anis immer sparsam dosiert einsetzen sollten. 

Der Koriander

Ebenfalls der Koriander ist in der Weihnachtsbäckerei sehr wichtig, wo er vorrangig in gemahlener Form vorkommt. Der Koriander ähnelt im Aroma dem Anis, unterscheidet sich nur leicht, bietet aber gerade bei Lebkuchen den letzten geschmacklichen Schliff. Wollen Sie einen Anislikör ansetzen, dann dürfen die Korianderkörner natürlich nicht fehlen. 

Der Kardamom

Kardamom benötigen Sie für fast alle weihnachtlichen Plätzchen, Lebkuchen und Getränke. Das Gewürz zählt zu den erlesensten und teuersten Gewürzen der Welt. Kardamom ist ebenfalls eines der ältesten Gewürze und bietet auch einige Vorteile für die Gesundheit, da er viele ätherische Öle beinhaltet. Der Geschmack ist würzig und leicht feurig. 

Muskat 

Muskat kann sowohl als Muskatnuss, als auch in Form der Muskatblüte gekauft werden. Beide Gewürze sind in der Weihnachtsbäckerei und für weihnachtliche Getränke aller Art unerlässlich. Es gibt die Muskatnuss sowohl in ganzer, genauso aber in gemahlener Form. Eine ganze Nuss bietet allerdings den besseren Geschmack, dabei wird die benötigte Menge an der Reibe frisch abgerieben. Die Muskatblüte, auch als Macis bekannt, werden Sie für den letzten Schliff Ihrer Lebkuchen, des Grogs oder des Glühweins benötigen. 

Die Gewürznelke 

Die Gewürznelke ist natürlich aus der Weihnachtszeit nicht wegzudenken. Sie ist ebenfalls als ganze Blüte oder als Pulver erhältlich und wird aus dem Nelkenbaum gewonnen. Die Gewürznelke hat einen leicht bitteren und damit stark würzenden Geschmack, weshalb Sie mit ihr recht sparsam umgehen sollten. 

Die Vanille

Als Königin der Gewürze bezeichnet, ist die Vanille das Gewürz schlechthin, was insbesondere zur Weihnachtszeit nicht fehlen darf. Alleine die leckeren Vanillekipferl sind ein absolutes Muss in der Adventszeit. Echter Vanillezucker zeichnet sich zum Beispiel durch kleine schwarze Pünktchen aus. Er steht im Unterschied zu Vanillinzucker, der aus künstlich hergestelltem Vanillin entsteht. Die Vanilleschoten bieten hingegen das volle Geschmackserlebnis, auch wenn das Herausschaben des Marks mitunter etwas mühsam ist.

Stefan

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